Klare Position hat sich ausgezahlt“

Koalition begrüßt Zusage des Landes zum Ausbau der OD Bieben

 

In ihrer bisherigen Haltung bestätigt zeigten sich die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Gründchen Liste (GL) in der Grebenauer Stadtverordnetenversammlung, Steffen Krug und Erhard Spohr, nachdem der Magistrats beantragt hat, dass das Parlament in seiner nächsten Sitzung den Ankauf eines Hauses an der Ortsdurchfahrt in Bieben beschließen solle. Das Haus soll abgerissen werden, um so Platz zu schaffen für eine notwendige Entschärfung einer Kurve im Rahmen des Ausbaues der Ortsdurchfahrt.

„Im vergangenen Jahr hat das Stadtparlament auf Antrag von SPD und GL hin klare Bedingungen für den Gebäudeankauf beschlossen. So sollte Hessen Mobil einerseits einen verbindlichen Ausbautermin nennen und andererseits sich von Beginn an, an der Finanzierung von Ankauf und Abbruch des Gebäudes beteiligen. Diese Bedingungen hat das Land nun erfüllt“, zeigte sich Steffen Krug erfreut. So werde das Land aller Voraussicht nach etwa 65 Prozent der Kosten für Ankauf und Abriss des Gebäudes übernehmen. Ferner habe die Straßenverwaltung des Landes zugesagt, dass nach momentanem Planungsstand mit dem Ausbau 2016 begonnen werden könne. „Es gibt damit nunmehr eine realistische Perspektive für die Stadt Grebenau, dass die Ortsdurchfahrt in Bieben in absehbarer Zeit ausgebaut wird und sich die jetzige Investition auszahlt. Hier hat sich gezeigt, dass es sich sehr wohl lohnt nicht gleich alles einfach zu akzeptieren, was aus Wiesbaden kommt, sondern das Gespräch mit den Verantwortlichen zu suchen und die eigenen Ansichten klar zu formulieren“, erklärte Krug weiter.

So habe es bereits im vergangenen Jahr eine Aufforderung des Landes gegeben, das Haus an der Lingelbacher Straße von Seiten der Stadt zu erwerben. Damals hätte jedoch kein verbindlicher Ausbautermin zugesagt werden können und HessenMobil habe verlangt, dass die Stadt in Höhe von etwa 100.000 Euro vollständig in Vorleistung trete. Die Parlamentsmehrheit aus SPD und GL hatte dieses Ansinnen damals abgelehnt.

„Im Gegensatz zu CDU und Freien Wählern wollten wir damals nicht das Risiko eingehen, sehenden Auges 100.000 Euro auszugeben ohne dafür konkrete Zusagen vom Land Hessen beziehungsweise HessenMobil zu erhalten. Es hat sich herausgestellt, dass sich das formulieren unserer Meinung ausgezahlt hat und wir bares Geld für die Stadt sparen konnten, was andere leichtfertig aufs Spiel setzten wollten“, ergänzte Erhard Spohr. Im Rückblick sei es jedoch schade, dass Teile des Parlaments dieses Thema im letztjährigen Bürgermeisterwahlkampf genutzt hätten, um den beiden Koalitionsfraktionen zu unterstellen, sie würden große Investitionen im Gründchen verhindern und damit insbesondere Bieben schaden. „Heute sehen wir, dass das genaue Gegenteil der Fall war. Die besonnene Entscheidung der Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hat dazu geführt, dass die Stadt Grebenau in Zeiten leerer Kassen kein hohes finanzielles Risiko eingehen muss und nun Planungssicherheit für den Ausbau der wichtigen Ortsdurchfahrt in Bieben hat. Aus unserer Sicht sieht so verantwortungsvolle Kommunalpolitik aus“, so  Krug und Spohr abschließend.  

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